Pressemitteilung Ko-RFID

Pressemitteilung der TU-Berlin (TU-Berlin)

12. Dezember 2006

Im Rahmen der Innovationsoffensive „next generation media“ fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) das Forschungsprojekt Ko-RFID „Effiziente Kollaboration in RFID – gestützten Wertschöpfungsnetzen“.

Unter Konsortialführerschaft der Gerry Weber International AG und der Projektleitung der Humboldt-Universität zu Berlin setzt sich das Forschungskonsortium aus den beiden Anwendungspartnern Daimler Chrysler AG und Gustav Wellmann GmbH & Co. KG, dem Technologiepartner SAP AG, vertreten durch die Forschungsabteilung SAP Research, den Forschungseinrichtungen Technische Universität Berlin mit dem Bereich Logistik und Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik sowie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg als Unterauftragnehmer zusammen. Die Integration unterschiedlicher Anwendungspartner in das Forschungskonsortium unterstreicht das Ziel dieses Projektes, branchenübergreifende Konzepte und Erklärungsmodelle entwickeln zu wollen.

In dem dynamischen Umfeld globaler Unternehmensnetzwerke wird der Technologie Radio Frequency IDentification (RFID) großes Potenzial eingeräumt. Trotzdem fehlt es in den meisten Anwendungsbereichen noch an deren Umsetzung in wirtschaftliche Business Cases und an Beispielen für einen unternehmensübergreifenden Einsatz. Dies ist auf die hohen Implementierungskosten der neuen Technologie und der isolierten Betrachtung einzelner Anwendungsbereiche zurückzuführen. Im Fokus von Ko-RFID liegt die ganzheitliche Untersuchung RFID-gestützter Kollaborationsprozesse in Wertschöpfungsnetzen unter der Berücksichtigung von technologischen, wirtschaftlichen und sozioökonomischen Aspekten.

Dabei steht im Bereich Logistik der Technischen Universität Berlin unter der Leitung von Professor Straube das Zusammenspiel von Technologie und Management im Mittelpunkt der Forschung. In Zusammenarbeit mit den Anwendungspartnern werden neben innovativen Steuerungskonzepten wie dem Supply Chain Event Management (SCEM) und dem Supply Chain Performance Management (SCPM) der Einfluss der Einführung unternehmensübergreifender RFID-Anwendungen auf die Rolle von Logistikdienstleistern untersucht. Durch die Einsteuerung von Handlungsempfehlungen und Referenzmodellen in laufende Standardisierungsbemühungen soll insbesondere klein- und mittelständischen Unternehmen der Einstieg in die RFID-Technologie erleichtert werden. Aufbauend auf einer ganzheitlichen wertorientierten Kosten- und Nutzenbetrachtung sollen Konzepte für RFID-gestützte SCPM- und SCEM-Systeme entwickelt und bei den Anwendungspartnern DaimlerChrysler, Gerry Weber und Wellmann prototypisch unter realen Bedingungen erprobt werden.

Für die Forschungsschwerpunkte der anderen Partner verweisen wir auf die Ko-RFID-Hompage (www.ko-rfid.de).

 


Von: Julia Gusman

Kategorie: Pressemitteilung, Ko-RFID Allgemein