Pressemitteilung Ko-RFID

Pressemitteilung der Otto-von-Guericke Universität zu TP 5 (Otto-von-Guericke Universität)

05. April 2007

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat im Rahmen der Innovationsoffensive next generation media das Forschungsprojekt „Ko-RFID“ - „Effiziente Kollaboration in RFID – gestützten Wertschöpfungsnetzen“ ins Leben gerufen. Verbunden mit Entwicklungsempfehlungen relevanter technischer Standards, Schnittstellen und Logistikapplikationen ist es das formulierte Ziel, einschlägige, praxisrelevante Handlungsempfehlungen zu geben und entsprechende Referenzmodelle zu erstellen.

Der Fokus, des von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in Zusammenarbeit mit den Partnern SAP Research und GERRY WEBER gestalteten Teilprojekts 5 richtet sich auf die Aggregation und prädiktive Analyse von Informationen und Mustern.

Zur Eruierung des Potenzials einer integrierten Datenanalyse ohne Offenlegung von Rohdaten hat die Universität Magdeburg bereits idealtypische Szenarien definiert. Bei den entwickelten Szenarien werden durch die integrierte Analyse der Daten entlang der RFID-basierte Lieferkette globale Vorteile (wie etwa Materialflussoptimierung oder koordinierte Angebotsgestaltung für Kunden) identifiziert. Für die Szenarien wird im Folgenden die Konzeption und Evaluation von zwei Methoden unternommen, nämlich der Wissensentdeckung einerseits aus lokal aggregierten Daten und andererseits aus lokalen Mustern. Dabei befasst sich das Projekt mit den Herausforderungen bei der Gestaltung der Methoden, der Evaluation der Qualität der Ergebnisse und den Gefahren des Missbrauchs der aggregierten Daten durch andere Lieferkettenteilnehmer.

Der Prozess der Wissensentdeckung aus aggregierten Daten und Mustern setzt sich aus verschiedenen Aufgaben zusammen, bei deren Bearbeitung die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg durch die Zusammenarbeit mit GERRY WEBER und DaimlerChrysler unterstützt wird. Dies sind die Spezifikation von idealtypischen Szenarien der Wissensentdeckung für RFID-basierte Lieferketten und die Erfassung der Mustertypen, die für die integrierte Analyse in diesen Szenarien nötig sind sowie Methoden zur Verwaltung der erfassten Mustertypen in einer Datenbank. Darüber hinaus werden in Teilprojekt 5 Verfahren für die Ableitung von globalen Mustern aus lokal aggregierten Daten untersucht, um ein Modell zur Evaluation der Wirkung der Aggregation zu konzipieren. Unterschiedliche Aggregationsmethoden besitzen unterschiedliche Auswirkungen auf die Daten. Die Auswirkung und der mit der Datenaggregation verbundene Informationsverlust soll evaluiert und modelliert werden. Mit dem Ziel der Gestaltung eines Meta-Mining Verfahrens werden darüber hinaus Verfahren für die Ableitung von globalen Mustern aus lokalen Mustern untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse aus Teilprojekt 5 fließen in die Arbeit anderer Teilprojekte ein, insbesondere in Teilprojekt 4 bei der Gestaltung des Portfolios für IT-Provider.


Von: Julia Gusman

Kategorie: Pressemitteilung, Teilprojekt 5
Dateien:
PM_TP5.pdf