Transparentes RFID-Potential (media NRW)
media NRW, 24.11.2006
Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie wird gefördert
BMWi | Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert das Forschungszentrum Ko-RFID, an dem unter anderem zwei nordrhein-westfälische Unternehmen beteiligt sind, mit insgesamt fünf Millionen Euro.
Im Rahmen des Forschungszentrums wird das Kollaborationspotential für RFID-Technologie identifiziert und bewertet. Insbesondere wird dabei die gemeinsame Nutzung einer RFID-Infrastruktur und darauf aufbauender IT- und Logistikdienste durch Partner der Wertschöpfungskette untersucht. Kollaboration bedeutet in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit der Unternehmen, die RFID-Technologie verwenden, vom Lieferanten über Logistikdienstleister zum Hersteller und bis in den Vertrieb.
Die RFID-Technologie ist ein wichtiger Faktor zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Kontrolle der Wertschöpfungsprozesse. Ihre Anwendung kann zu einer höheren Anpassungsfähigkeit und Informationstransparenz der Logistiknetzwerke führen. Ein signifikanter Teil des Projekts ist der Implementierung der erarbeiteten Kollaborationskonzepte in Form von Prototypen und spezifischen Anwendungen gewidmet. Mit Hilfe umfangreicher Wirtschaftlichkeits- und Risikoanalysen werden die Szenarien bewertet. Im Falle einer positiven Wirtschaftlichkeitsanalyse werden die Prototypen gemeinsam eingeführt. Die Erstellung von Handlungsempfehlungen und Referenzmodellen soll unter anderem dazu beitragen, dass insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen die komplexe RFID-Technologie zukünftig effizienter einsetzen können.
Ein weiteres Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Sicherheitsaspekte in einer auf die RFID-Technik aufsetzenden Umgebung parallel zu den übrigen Planungs- und Entwicklungsmaßnahmen zu betrachten. Die Umsetzung eines RFID-basierten Logistik-Event-Tracking soll schwerpunktmäßig mit Hilfe der in Nordrhein-Westfalen ansässigen Gerry Weber AG und Gustav Wellmann GmbH vollzogen werden.
Eine responsive Steuerung ermöglicht die automatische frühe Erkennung der kritischen Ereignisse und bietet daher zusätzliche Handlungsoptionen. Für Gerry Weber sei es ein wichtiges Ziel, den durch die RFID-Technologie ermöglichten echten Mehrwert herauszufinden, teilte das Unternehmen mit. Dabei könne die Möglichkeit der automatisierten, intelligenten Abrechnung für Dienstleistungen untersucht werden, um herauszufinden, ob diese unter den bestehenden Nebenbedingungen wirtschaftlich zu realisieren ist
Neben den beiden NRW-Unternehmen gehören die Daimler Chrysler AG, die SAP AG, der Bereich Logistik der Technischen Universität und die Humboldt-Universität in Berlin sowie die Otto-von-Guericke Universität Magdeburg zu dem Forschungskonsortium. Das jetzt gestartete Projekt ist nach Angaben des BMWi auf drei Jahre ausgelegt.
Links & Quellen:.
www.korfid.de



