Projektübersicht

RFID-Technologie ist im Begriff, Wertschöpfungs- und Logistikprozesse in Produktion und Handel nachhaltig zu verändern. Um das Potential der Technologie voll auszuschöpfen, ist es notwendig, vom heutigen Stand zumeist unternehmensinterner, geschlossener Systeme zu Wertschöpfungsnetzen überzugehen, in denen firmenübergreifende Kooperationen die Regel sind. Derartige Kooperationen können durch die RFID-Technologie gefördert werden, müssen aber organisatorisch im Detail strukturiert und definiert werden. Insbesondere ist der optimale Grad an Transparenz zwischen Unternehmen zu bestimmen, d.h. der Einblick, den man Netzwerkpartnern in die eigenen Datenbestände gewährt und die Form der Kooperation, die man seinen Partnern anbietet. Dies ist abhängig von herrschenden Vertrauens- und Kostenstrukturen. Daneben ist auch eine nach klar definierten Kriterien „faire“ Aufteilung von Kosten, Nutzen und Risiken auf die beteiligten Partner entscheidend, die in geeigneten Verträgen festgehalten werden müssen.


In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Verbundprojekt Ko-RFID (Laufzeit 05/2007 bis 09/2009, Fördervolumen zirka 5. Mio. Euro) sollen diese Fragestellungen u.a. mittels ökonomischer und spieltheoretischer Modelle erforscht werden. Ferner soll die potenzielle Rolle von IT- und Logistik-Dienstleistern als Treuhänder untersucht werden, die damit die Möglichkeit haben, sich durch RFID-Mehrwertdienste strategisch neu auszurichten. Schließlich sollen hierbei relevante informationstechnische Fragen untersucht werden, insbesondere zur Art der Datenhaltung, -bereitstellung und -sicherheit: In welchem Umfang sollen welche Daten auf dem Netzwerk oder auf dem Tag gespeichert werden? Welche Daten sollen wie aggregiert zur Verfügung gestellt werden? Wie sind Zugriffsrechte zu verwalten und Sicherheit sowie Datenschutz zu gewährleisten? Welche Formen des Data Mining sind möglich, ohne die Vertraulichkeit eingebrachter Datenbestände zu verletzen?


Ko-RFID adressiert diese Fragen in enger Kooperation mit Unternehmen, die in Deutschland bereits erste RFID-basierte Logistiksysteme realisiert haben: SAP als IT-Hersteller und -Dienstleister, sowie GERRY WEBER, DaimlerChrysler und der Küchenhersteller Wellmann als Anwender. Ausgehend von Analysen existierender Wertschöpfungsketten der Textil-, Automobil- und Küchenherstellerbranche sollen relevante technische Standards, Schnittstellen und Logistikapplikationen für RFID-basierte Wertschöpfungsnetze geschaffen werden. Ziel ist die Formulierung von einschlägigen Handlungsempfehlungen und Referenzmodellen (Best Practices).

Übersicht

Teilprojekt 1
Transparenz und Vertrauen
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Teilprojekt 2
Kosten-/Nutzen-Aufteilung und die Rolle von Logistik-Dienstleistern
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Teilprojekt 3
Datenschutz und Datensicherheit
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Teilprojekt 4
Providermodelle und Integration von RFID in ERP-gestützte Infrastrukturen
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Teilprojekt 5
Datenaggregation und prädiktive Analyse
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Teilprojekt 6
RFID-basiertes Logistik-Event-Tracking (Konzepte)
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Teilprojekt 7
Logistik-Event-Tracking – Architekturgestaltung und Implementierung
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Teilprojekt 8
Standardisierung
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Teilprojekt 9
Projektkoordination
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