Beschreibung

Kosten-/Nutzen-Aufteilung und die Rolle von Logistik-Dienstleistern

Teilprojekt 2 befasst sich zunächst mit der Identifizierung von Kosten und positiven Nutzeffekten für Unternehmen in RFID-gestützen Wertschöpfungsnetzen. Zu diesem Zweck werden unter anderem Modelle zur Nutzenklassifikation und eine Systematik zur Bewertung von Kosten und Nutzen durch RFID konzipiert. Diese sollen mit Hilfe der Praxispartner Gerry Weber, Wellmann und Daimler Chrysler erprobt werden.

Voraussetzung zur Ermittlung von Kosten und Nutzenpotenzialen mittels RFID ist eine umfassende Prozessanalyse der bestehenden Unternehmensabläufe. Für die einzelnen Prozesse wird anschließend analysiert, ob und inwiefern es Gestaltungsfelder für den Einsatz von RFID gibt. Ein Beispiel für eine Prozessmodellierung findet sich in Abbildung 1. Die Prozessmodellierungen und die Einsatzanalyse werden dann zu einem Prozesshandbuch zusammengefasst.

Abbildung 1: Prozessmodellierung mit Semtalk

In einem nächsten Schritt wird darauf aufbauend ein Modell zum Cost-Benefit-Sharing entwickelt. Ziel eines CBS-Modells ist die Erringung einer fairen Win-Win-Situation bei allen Partnern eines Wertschöpfungsnetzwerkes, die RFID einsetzen. Eine gerechte Kostenaufteilung ist unter anderem dafür notwendig, Unternehmen für eine Investitionsentscheidung zugunsten von RFID zu motivieren.

Ein zentraler Untersuchungsschwerpunkt von Teilprojekt 2 besteht auch in der Auslotung potenzieller Rollen von Logistikdienstleistern in der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit. Zu diesem Zweck wird ein Anwendungsszenario für Logistikdienstleister als Informationsintermediär erarbeitet, das im Rahmen von Fallstudien bewertet wird. Hierbei sollen insbesondere die ökonomischen Vorteile einer erweiterten Rolle von Dienstleistern betrachtet werden, die in Verbindung mit Anwendungen und Dienstleistungen zur Optimierung von Steuerungsprozessen in Logistikketten unter dem Einsatz von RFID sowie hybrider Technologien stehen.

Eine relevante Fragestellung in dieser Hinsicht umfasst auch die Zusammenarbeit von Logistik-Dienstleistern mit speziellen IT-Dienstleistern für den Einsatz von Mehrwertdiensten (Tracking & Tracing, etc.) und den Betrieb einer unternehmensübergreifenden RFID/IT-Infrastruktur. Dieses Modul soll in enger Kooperation mit den Ko-RFID-Praxispartnern bearbeitet werden.